Verhalten im Strassenverkehr

Alle Infos über das Verhalten im Strassenverkehr

Verhalten im Strassenverkehr

Beitragvon Manu84 » 16. Nov 2009, 01:13

Allgemeine Grundsätze:
Die Teilnahme am Strassenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Das bedeutet, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten hat, dass kein Anderer gefährdet, geschädigt oder belästigt wird.

Rechtsfahrgebot:
In Deutschland besteht ein Rechtsfahrgebot. Die Fahrzeuge müssen also von zwei Fahrbahnen grundsätzlich die rechte nehmen.

Anpassung an Wetterverhältnisse:
Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehört im Winter beispielsweise die Ausrüstung mit Winterreifen.

Radfahrer:
Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Wenn Radwege vorhanden sind, müssen sie Radwege benutzen.
Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen.

Geschwindigkeit:
Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Strassen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schnee oder Regen weniger als 50 m, so darf er nicht schneller als 50 km/h fahren, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist.
Ein Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen
1. innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kfz 50 km/h,
2. ausserhalb geschlossener Ortschaften
3. a) für Kraftfahrer mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen, für Personenkraftwagen mit Anhänger, für Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t mit Anhänger sowie für Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger 80 km/h
b) für Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t, für alle Kfz mit Anhänger, ausgenommen Pkw, Lkw und Wohnmobile jeweils bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t, sowie für Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen, 60 km/h,
c) für Pkw sowie für andere Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t 100 km/h.
Die Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nicht auf Autobahnen sowie auf anderen Strassen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind.
Der Abstand von einem vorausfahrenden Fahrzeug muss so gross sein, dass auch dann hinter ihm gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird.

Überholen:
Es ist links zu überholen. Das Überholen ist unzulässig bei unklarer Verkehrslage oder wo es durch Verkehrzeichen verboten ist.

Vorfahrt.
An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt. Dies gilt nicht, wenn die Vorfahrt durch Verkehrszeichen besonders geregelt ist.

Kreisverkehr:
Grundsätzlich hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehr ist blinken unzulässig.

Besondere Verkehrslagen:
Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Ausserortsstrassen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.

Autobahnen und Kraftfahrstrassen:
Autobahnen und Kraftfahrstrassen dürfen nur mit Kfz benutzt werden, deren durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mehr als 60 km/h beträgt. Werden Anhänger mitgeführt, so gilt das gleiche auch für diese. Fahrzeuge dürfen zusammen nicht höher als 4 m und nicht breiter als 2,55 m sein.
Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Ihm ist die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons untersagt, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält.

Fussgängerwege:
An Fussgängerüberwegen haben Fahrzeuge den Fussgängern das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Sie dürfen nur mit mässiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.

Lärm und Abgasbelästigung:
Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermässig laut zu schliessen.

Verbote:
An Sonntagen und Feiertagen dürfen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie Anhänger hinter LKW nicht verkehren. Das Verbot gilt u.a. nicht für die Beförderung von frischer Milch und frischen Milcherzeugnissen, frischem Fleisch, frischen Fischen und leichtverderblichem Obst und Gemüse.
Es ist verboten, die Strasse zu beschmutzen oder Gegenstände auf Strassen zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann.
Verboten ist der Betrieb von Lautsprechern, das Anbieten von Waren und Leistungen aller Art auf der Strasse, ausserhalb geschlossener Ortschaften jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht oder Ton, wenn dadurch Verkehrsteilnehmer in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können.

Verhalten bei einem Unfall:
Nach einem Verkehrsunfall hat jeder Beteiligte unverzüglich zu halten, den Verkehr zu sichern und bei geringfügigem Schaden unverzüglich beiseite zu fahren. Er hat sich über die Unfallfolgen zu vergewissern, Verletzten zu helfen, anderen am Unfallort anwesenden Beteiligten und Geschädigten anzugeben, dass er am Unfall beteiligt war und auf Verlangen seinen Namen und seine Anschrift anzugeben sowie ihnen Führerschein und Fahrzeugschein vorzuweisen und nach bestem Wissen Angaben über seine Haftpflichtversicherung zu machen. Ferner hat er solange am Unfallort zu bleiben, bis er zugunsten der anderen Beteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeuges und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit zu warten und am Unfallort Namen und Anschrift zu hinterlassen, wenn niemand bereit war, die Feststellung zu treffen. Er hat unverzüglich die Feststellungen nachträglich zu ermöglichen, wenn er sich berechtigt, entschuldigt oder nach Ablauf der Wartefrist vom Unfallort entfernt hat. Dazu hat er mindestens den Berechtigten oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle mitzuteilen, dass er am Unfall beteiligt gewesen ist, und seine Anschrift, seinen Aufenthalt sowie das Kennzeichen und den Standort seines Fahrzeugs anzugeben und dieses zu unverzüglichen Feststellungen für eine Ihm zumutbare Zeit zur Verfügung zu halten. Beteiligt an einem Verkehrsunfall ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zum Unfall beigetragen haben kann. Unfallspuren dürfen nicht beseitigt werden, bevor die notwendigen Feststellungen getroffen worden sind.
Die Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind zu befolgen. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen bestimmte Vorschriften der Strassenverkehrsordnung verstösst, handelt ordnungswidrig. Dies hat zur Konsequenz, dass ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden kann, was zu Bussgeldern und anderen Konsequenzen führen kann.
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